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Laufschuhe

Laufen fördert die Gesundheit, jedoch nur mit dem richtigen Laufschuh.
Bevor Du Dich für einen neuen Laufschuh entscheidest, stellen wir Dir folgenden Fragen: 
Wie oft möchtest Du in einer Woche laufen?
Falls Du ein-bis zweimal in der Woche zum laufen gehst, reichen für den Anfang ein Paar Laufschuhe.
Wenn Du öfters in der Woche laufen willst, solltest Du Dir unbedingt ein zweites Paar Laufschuhe kaufen, mit dem Du im Wechsel läufst. Dein Fuß wird durch den Wechsel des Laufschuhs unterschiedlich belastet. Damit kannst Du Verletzungen vorbeugen.
Bin ich Anfänger oder fortgeschrittener Läufer und welchen Untergrund laufe ich hauptsächlich?
Diese Fragen werden Dir am Beginn einer Beratung durch unser Fachpersonal gestellt.
Die meisten Läufer wechseln das Gelände zwischen Wald oder Feldwegen und Asphalt. Auf ebenen Wegen kommt man mit einem Straßenlaufschuh gut zurecht.
Möchtest Du jedoch mehr im unebenen Gelände laufen, benötigts Du einen Laufschuh mit einem gröberen Profil der Sohle und einem robusterem Obermaterial, also einen sogenannten Trail Runningschuh.
Trailrunningschuhe sind oft auch mit einer Gore Tex Membran ausgestattet. Diese wasserdichten Schuhe sind optimal für Herbst und Winter.
Als Anfänger solltest Du auf sogenannte Neutral- oder Stabilitätsschuhe zurückgreifen.
Eine angenehme Dämpfung ist für alle Läufer wichtig. Läufer, die über den Mittelfuß laufen, sind mit einem festeren Schuh gut bedient, Fersenläufer benötigen mehr Dämpfung.
Sehr wichtig ist für alle Läufer, dass der Laufschuh einen festen Halt bietet. Vor allem an der Ferse muss der Laufschuh festsitzen.
Wie findet man die passende Größe für Laufschuhe?
Jede Marke fällt von der Größe her anders aus. Es gibt auch unterschiedliche Größengänge, die zu beachten sind. Der US Größengang unterscheidet sich vom UK Größengang. Wir empfehlen dir, die Größenhinweise bei den jeweiligen Modellen zu beachten. Gerne kannst Du auch die telefonische Beratung in Anspruch nehmen, um die perfekte Größe zu finden. Grundsätzlich soll ein Laufschuh im Fersen -und Mittelfußbereich eng anliegen. Du darfst dich aber auch nicht eingeengt fühlen. Die Ferse darf aber auch nicht bei jedem Schritt am Schuh reiben. Im Zehenbereich sollte etwa ein Fingerbreit Platz sein, da der Fuß beim Abrollen und beim Bergablaufen immer etwas nach vorne rutscht. Um die Größe und Weite richtig einschätzen zu können, empfiehlt es sich den neuen Laufschuh am Nachmittag oder Abend zu probieren, da zu dieser Zeit, die Füße angeschwollen sind. Bei langen Strecken dehnen sich die Füße auch aus, deshalb benötigt man auch hier mehr Platz im Schuh. Der Schuh sollte so geschnürt werden, das man einen guten Halt verspürt, jedoch kein Druck auf den Rist ausgeübt wird. 
Benötige ich einen neutralen oder gestützten Laufschuh?
 Jeder Mensch hat einen anderen Laufstil. Außerdem spielt das Gewicht des Läufers eine große Rolle und die Frage, ob man gelegentlich mal läuft oder ambitioniert trainiert. Es gibt sehr leichte Wettkampfschuhe mit wenig Dämpfung, Barfußschuhe, Trailrunningschuhe für Wald und Wiese, oder die sogenannten Allrounder. Grundsätzlich sollte ein hochwertiger Laufschuh das natürliche Bewegungsmuster, das bei jedem Läufer etwas unterschiedlich ist, optimal unterstützen. Läufer, die keine grundlegenden Probleme mit den Gelenken oder Fehlstellungen haben, können sogenannte Neutralschuhe für kurze und lange Strecken nutzen. Sie dämpfen den Aufprall des Fußes auf Asphalt ab und geben dem Fuß Halt. Ein Normalfußläufer berührt beim Fußaufsatz erst mit der Außenkante den Boden und rollt dann über die gesamte Fußsohle ab. Hier ist der Neutralschuh die richtige Wahl, da dieser das Abrollverhalten des Fußes kaum beeinflusst.
Wird eine Fehlstellung oder eine Instabilität der Gelenke am Fuß festgestellt, benötigt man einen sogenannten Stabilitätsschuh, um Verletzungen zu vermeiden. Pronation bedeutet, wie dein Fuß beim Laufen oder Gehen abrollt. Wenn man beim Laufen verstärkt über die Außenkante des Fußes abrollt, heißt das in der Fachsprache „Supination“. Supinierer haben meist eine O-Beinstellung und ein sehr hohes Fußgewölbe. Bei Hohlfußläufern entfällt der Aufprallschutz des Fußgewölbes, deshalb benötigen dies Läufer hohe Dämpfungseigenschaften und große Flexibilität.
Es gibt aber auch Läufer mit flachen und sehr flachem Fußgewölbe. Wenn der Fuß während der Abrollbewegung nach innen knickt, spricht man von einer Überpronation. Um Überlastungsbeschwerden zu vermeiden, gibt es Laufschuhe mit einer speziellen Stabilitätsstütze.
Mit dem 3D Fußscanner wird die Länge, Form, Breite und Stellung deines Fußprofils ermittelt. Unsere Fachberater analysieren das Fußprofil und wissen, welche Laufschuhe am besten zu Dir passen. Eine angepasste individuelle Einlegesohle stabilisiert das Fußgewölbe, um Schmerzen zu verhindern.
Was bedeutet eine Sprengung beim Laufschuh?
Die Höhe der Sohle zwischen der Ferse und des Vorderfußes bezeichnet man als Sprengung. Die meisten Hersteller bieten eine Sprengung zwischen 4 bis 12 Millimeter an.
Bei Achillessehnenproblemen, Fersensporn und Hallux (Arthrose am Großzehengelenk) sind Laufschuhe mit mehr als 8 Millimeter Sprengung empfehlenswert. Bei Knieschmerzen oder Schienbeinkantensyndrom kommen Laufschuhe mit einer Sprengung von etwa 6 Millimetern in Frage.
Wann soll ich mir einen neuen Laufschuh besorgen?
Alle Hersteller empfehlen, einen Laufschuh maximal nach zwei Jahren bzw.  nach 600 maximal 1000 gelaufene Kilometer zu ersetzen. Das Material ist dann nicht mehr voll funktionsfähig; die Dämpfung nicht mehr ausreichend. Dadurch steigt das Verletzungsrisiko. Erkennen kann man den Verschleiß auch an der asymmetrisch abgelaufenen Sohle oder am löchrigem Obermaterial.